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Ausbildungsstart: Wie sich Azubis jetzt ver­sichern sollten

Ausbildungsstart: Wie sich Azubis jetzt versichern sollten

Das Ausbildungsjahr 2021 ist kein gewöhnliches Jahr. Es gibt deutschlandweit weniger Bewerber und weniger Stellen. Schuld daran ist die Corona-Pandemie. Die Unsicherheit auf beiden Seiten ist groß. Viele Jugendliche, die eigentlich Interesse an einer Lehre haben, entscheiden sich aktuell für einen weiteren Schulbesuch oder gleich für ein Studium – und von der Krise gebeutelte Branchen streichen ihre Ausbildungsstellen zusammen. Die Folge: Der Lehrstellenmarkt schrumpft.

Um die Ausbildungsbereitschaft auf Arbeitgeberseite zu steigern, hatte die Bundesregierung zuletzt die im ersten Corona-Jahr eingeführten Ausbildungsprämien verdoppelt: Pro neu eingestelltem Azubi locken nun bis zu 6.000 Euro.

Gute Berufschancen für Azubis

Trotz dieser Entwicklung gilt das Ausbildungssystem in Deutschland weiterhin als Erfolgsmodell. Mehr noch: Da die deutsche Wirtschaft und das Handwerk auch in Corona-Zeiten gut ausgebildete Fachkräfte braucht, sind Karrieren mit beruflicher Ausbildung so aussichtsreich wie nie, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Wer also jetzt als junger Schulabgänger seine Ausbildung beginnt, braucht sich um seine berufliche Zukunft eigentlich nicht zu sorgen.

Vielmehr sollte er seinen neuen Lebensabschnitt genießen und sich gleichzeitig bewusst machen, dass er jetzt mehr Verantwortung für sich selbst trägt. Dazu gehört auch, den persönlichen Versicherungsschutz zu überprüfen und anzupassen. Das gilt insbesondere dann, wenn er nicht mehr länger bei seinen Eltern wohnt, sondern eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer bezieht. Doch welche Policen sind beim Berufseinstieg sinnvoll und worauf muss man unbedingt achten? Hier ein Überblick:

Kranken­ver­si­che­rung

Zu den unverzichtbaren Absicherungen zählt die Kranken­ver­si­che­rung. Sobald ein Auszubildender im Rahmen seines Arbeitsvertrags eine Vergütung erhält, gilt die Kranken­ver­si­che­rungspflicht. Der Lehrling muss sich also eine eigene Krankenkasse suchen und kann unter Umständen nicht länger bei den Eltern versichert sein. Handelt es sich um eine schulische Ausbildung kann sich der Jugendliche allerdings im Rahmen der Familienversicherung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiterhin beitragsfrei über die Eltern mitver­sichern. Dazu darf sein Einkommen nicht höher sein als 470 Euro im Monat.

Beginnt der Lehrling eine betriebliche Ausbildung mit einer üblichen Ausbildungsvergütung muss er sich also selbst in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung ver­sichern. War der Auszubildende vorher privat versichert, kann er diesen Status in seinem Angestelltenverhältnis zunächst nicht weiter nutzen. Er könnte jedoch eine Anwartschaft abschließen, wenn er davon ausgeht, über kurz oder lang wieder die Voraussetzungen für eine private Kranken­ver­si­che­rung zu erfüllen.

Private Haft­pflichtversicherung

Wie wichtig die private Haft­pflichtversicherung (PHV) ist, darauf machen Verbraucherschützer regelmäßig aufmerksam. Sie springt ein, wenn einem Dritten ein Schaden zugefügt wird. Daher kommt mit dem Ende der Schulzeit oft die Frage auf, ob sich der junge Verbraucher nun allein ver­sichern muss oder wie lange der Schutz der Familienversicherung in der PHV gilt.

Hier gilt: Während der ersten beruflichen Ausbildung muss sich der Azubi noch nicht um eine eigene Absicherung kümmern. Üblicherweise ist er dann im Rahmen der Privathaftpflicht der Eltern mitversichert. Auch für eine eventuelle Wartephase nach der Schule gilt das. Verfügt der junge Mensch jedoch vor der Aufnahme der Ausbildung über eigenes Einkommen aus einer Beschäftigung, muss er sich selbst ver­sichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Spätestens mit dem Beginn der Ausbildung empfiehlt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Denn die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit entsprechen bei weitem nicht der Höhe eines regulären Einkommens. Je jünger und gesünder ein Interessent bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, desto moderater fällt außerdem die Prämie aus.

Weitere Versicherungen nach persönlicher Situation

Je nach Alter verfügt der Berufsstarter eventuell bereits über ein Auto. Dafür ist eine Kfz-Versicherung Pflicht. Alternaitv können auch die Eltern das Auto als Zweitwagen ver­sichern und ihre Tochter oder ihren Sohn als Fahrer eintragen.

Bewohnt der Lehrling eine eigene Wohnung und besitzt eventuell wertvolle Gegenstände wie ein teures Fahrrad oder ein teures Smart-TV, kann sich eine Haus­rat­ver­si­che­rung lohnen. Auch eine private Rentenversicherung kann sinnvoll sein. Insbesondere bei einer fondsgebundenen Police profitiert der Jugendliche von seinem jungen Alter. Der Zinseszinseffekt bei langen Laufzeiten sorgt für ansehnliche Beträge bei einer späteren Auszahlung. Die Höhe der Beiträge startet bei vielen Tarifen schon bei 25 Euro.



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