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So funktioniert‘s: Mit Fonds richtig für das Alter vorsorgen

So funktioniert‘s: Mit Fonds richtig für das Alter vorsorgen

Die gesetzliche Rente wird nicht mehr reichen, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuhalten – diese Tatsache erkennen immer mehr Menschen und sorgen privat für ihren Ruhestand vor. Vor allem Selbstständige, die nicht in Versorgungswerke oder freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, haben einen noch höheren Bedarf, sich rechtzeitig um ihre Finanzangelegenheiten zu kümmern.

Lebenslange Rente

Aufgrund der immer geringeren Renditen bei den klassischen, zinsbasierten Anlageprodukten werden Fonds und damit fondsgebundene Rentenversicherungen daher immer interessanter. Bei diesen sogenannten Fondspolicen kann der Sparer selbst über seine Fonds sowie die Risikoeinstufung seiner Anlage entscheiden.

Im Gegensatz zum Fondssparplan schließt er zudem eine Versicherung gegen das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab. Damit wird vereinbart, dass aus dem aufgebauten Vermögen lebenslang eine Rente bezahlt wird. Bei dem Kapital etwa aus einem Fondssparplan ist das Geld im ungünstigen Fall bereits zu Lebzeiten aufgebraucht.

Im vergangenen Jahr stieg laut Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft die Zahl der fondsgebundenen Versicherungen um 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Mischformen aus klassischen und fondsgebundenen Versicherungen konnten sogar ein Plus von 37 Prozent verbuchen.

Fondspolicen mit Garantie oder ohne

Bei einem Tarif ohne Garantie muss der Versicherungsnehmer damit rechnen, dass zum Laufzeitende der Wert der erworbenen Fondsanteile niedriger ist als beim Kauf und damit letztlich weniger Kapital vorhanden ist, als eingezahlt wurde. Andererseits stellen Fonds eine wesentlich höhere reelle Rendite in Aussicht als klassische Geldanlagen.

Das macht fondsgebundene Rentenversicherungen für viele Sparer attraktiv. Neben den Ertragschancen sind die Produkte in der Regel sehr flexibel. Es sind Zuzahlungen ebenso möglich wie Beitragspausen. Die Versicherten können dynamische Beitragsanpassungen wählen. Der Rentenbeginn kann auf die individuelle Situation angepasst werden.

Die Höhe der Beiträge startet bei vielen Tarifen bei 25 Euro und ist damit auch für Jüngere geeignet. Ein früher Start rechnet sich vor allem deshalb, weil die Versicherten dann umso mehr vom Zinseszinseffekt über die lange Laufzeit profitieren. Bei vielen Versicherungsprodukten besteht die Möglichkeit, die Kursgewinne durch eine Garantie-Option zu sichern. Garantien kosten allerdings Rendite – und zwar in nicht unerheblichem Ausmaß. Denn Garantien werden mit sicheren und damit kaum rentierlichen Anlagen abgebildet.

Rechtzeitiges Umschichten vor dem Renteneintritt

In der Regel sehen die Fondspolicen vor, fünf Jahre vor dem geplanten Renteneintritt in sicherere Geldanlagen umzuschichten. Außerdem wird das Risiko durch ausgewählte Fonds gestreut. Ein weiterer Aspekt: Die Fondspolice ist mit einem Todesfallschutz und einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinierbar. Zusätzlich zu diesen Sicherheitsfaktoren sind die Policen transparent, da Wertentwicklung und Kosten regelmäßig kommuniziert werden.

Die Chance auf höhere Erträge ist andererseits mit dem Risiko eines höheren zwischenzeitlichen Verlusts verbunden. Die Börse erlebt regelmäßig Einbrüche. Zuletzt im März 2020, als die Auswirkungen des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie die Finanzmärkte erreichten. Von über 13.000 Punkten fiel der Deutsche Aktienindex (Dax) damals auf rund 8.400 Punkte. Inzwischen hat er sich jedoch wieder erholt und stand zuletzt bei über 15.600 Punkten. Gerade bei sehr langen Laufzeiten über mehrere Jahrzehnte – wie sie bei der Alters­vorsorge üblich sind – ist es daher sehr unwahrscheinlich, dass man mit einem Fondsinvestment Verluste einfährt. Ein systematisches Umschichten vor dem geplanten Ruhestand hilft, die Auswirkungen von Börseneinbrüchen zu reduzieren.

Beiträge am Anfang nicht zu hoch wählen

Daher ist eine möglichst lange Einzahlperiode – und damit ein früher Vertragsbeginn – der beste Weg, um Schwankungen auszugleichen. Experten raten dazu, die Beiträge für die Rentenversicherung nicht zu hoch zu wählen. Einerseits werden daraus die Abschlusskosten für die gesamte Laufzeit hochgerechnet. Je höher also der Anfangsbeitrag, desto höher die Abschlusskosten. Wird der Beitrag im Lauf der Zeit reduziert oder stillgelegt, wurden trotzdem am Anfang diese Kosten mitbezahlt.

Andererseits ist die Chance bei einer niedrigeren Startprämie höher, dass der Versicherte die geplante Laufzeit durchhält und den Vertrag nicht vorzeitig kündigt. Zudem würde der steuerliche Vorteil einer Fondspolice gegenüber einem Sparplan bei einer vorzeitigen Kündigung wegfallen. Wird der Beitrag also so gewählt, dass man stets in der Lage ist, ihn zu zahlen, kann man mit Zuzahlungen die Alters­vorsorge und deren Steuervorteile noch optimieren.



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